Als bei Gül während einer Autofahrt die Wehen einsetzen, wird schnell klar, dass in ihrem Körper etwas heranwächst, das sich jeder natürlichen Ordnung entzieht. Blutend bringt sie ein Wesen zur Welt, vor dem selbst ihr Ehemann die Flucht ergreift. Zurück bleibt eine Mutter, gezeichnet von der Geburt und gebunden an ein Kind, dessen Schreie durch die Wälder dringen. Abgeschnitten von Alltag und Gesellschaft versucht Gül, eine Normalität zu bewahren, die längst nicht mehr existiert.
MUTTER: THE DIARY OF A MOTHER erzählt Mutterschaft als fiebrigen Ausnahmezustand, in dem Fürsorge, Instinkt und körperlicher Verfall untrennbar werden. Mit dem surrealen Albtraumgefühl von ERASERHEAD und der Einsamkeit von DANCER IN THE DARK entfaltet sich ein moderner Mythos von unheimlicher Schönheit. Dichte Bilder, die neblige Landschaft und Hazar Ergüçlüs erschütternd intensive Darstellung formen eine Liebe, die keinen Abgrund mehr fürchtet.
MUTTER: THE DIARY OF A MOTHER portrays motherhood as a feverish state of exception, where care, instinct, and physical decay become inseparably intertwined. With the surreal nightmare atmosphere of ERASERHEAD and the profound loneliness of DANCER IN THE DARK, it unfolds as a modern fairy tale of haunting beauty with dense imagery of mist-shrouded landscapes.
Freigegeben ab 18 Jahren (FSK 18)